
1629 erste urkundliche Erwähnung als Loh- und Ölmühle. Für die Lohe, zum Gerben des Leders, wurde Eichenrinde gemahlen. Öl wurde meist aus Leinsamen oder Raps hergestellt.
1708 ließ der Landgraf einen Eisenhammer= Hammerschmiede einrichten.
1817 wurde der Hammer wegen Unrentabilität aufgegeben.
Johann Michael Breitwieser kaufte den Mühlplatz, riss die Gebäude bis auf das Kellergeschoss ab und erbaute eine Getreidemahlmühle mit Wohnhaus, Scheune und Stallungen. Später kam eine Hanfreibe hinzu, zum aufspleißen der Hanfstengl für die Gewebeherstellung.
1839 war Johann Mihael Breitwieser bereits gestorben und seine Witwe stellte den Neubau noch fertig. Ihr Wappen ist noch heute am Mühlgraben zu sehen, mit Mühlstein, gekreuzten Hämmern und der Initiale MBW = Michael Breitwieser Witwe.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Mühlenbetrieb eingestellt und bald auch die Landwirtshaft aufgegeben. Vorübergehend wurde eine Handschuhproduktion betrieben. Die Gebäude verfielen langsam. Die Stadt Ober-Ramstadt kaufte das Anwesen zum Abriss. Nach langen Diskussionen wurde dann doch
1979 der Auftrag zur Herstellung eines Bürgerzentrums vergeben.
Der Verein für Heimatgeschichte baute in der neuen Gaststätte wieder ein Mahlwerk ein und die Stadt sorgte mit einem Wasserrad für den Lauf des Getriebes, zur Erbauung der Gäste.
1984, im Mai wurde das Bürgerzentrum eingeweiht. Hier entstand im gleichen Jahr, die einer Tagung von deutschen Mühlenfreunden, die Idee zur Gründung einer Mühlengesellschaft.
1987 wurde dann die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. in Minden an der Weser gegründet.
1997 wurde der 4. Deutsche Mühlentag in der Hammermühle eröffnet. Ausrichter war der Hessische Landesverein zur Erhaltung und Nutzung von Mühlen (HLM) e. V. zusammen mit dem Verein für Heimatgeschichte Ober- Ramstadt.